Ommei - Die Stadt der Drachen

Die Stadt der Drachenkämpfer, der alten Könige Shorms, der Quell des Handels, des Reichtums und der gelehrten Kunde, von Sagen umwoben und in Liedern besungen - die Wurzeln Ommeis, der Hauptstadt Shorms, reichen tief in die Vergangenheit zurück. Einst stand an dieser Stelle die mächtige Stadt Bun´Aquapa, die, so berichtet die Legende, in einem Streit der Götter zerstört und in die Tiefe gerissen wurde. Von dieser einstigen Metropole zeugen nur noch wenige Reste, denn außer dem hohen Felsen, auf dem die ehrwürdige Burg der Könige Shorms thront, ist der größte Teil der alten Stadt versunken. Doch unter dem Namen Ommei wurde die Stadt aus den Trümmern und Ruinen der Vergangenheit wiedergeboren und erstrahlt nun im hellen Licht der zufriedenen Götter...

Chronica Bun´Aquapa

Die Stadtteile Ommeis

Ommei wurde nicht an einem Tag gebaut, sondern vergrößerte sich Stück für Stück, dehnte sich Stadtteil um Stadtteil aus. Die Geschichte der Stadt läßt sich an dieser Gliederung ihrer Stadtteile verfolgen.

Die Alte Stadt

Den Kern der Stadt bildet die »Alte Stadt«, die an der Mündung des Mu´kar und der Omm errichtet wurde. Die breite Flußmündung im Schutz des hohen Burgfelsens bildet ein sicheres, leichtzu verteidigendes Hafenbecken. Wie die meisten anderen Teile ist die Alte Stadt von hohen Mauern und Wehrtürmen umgeben. In Friedenszeiten sind jedoch nur die zwei großen Stadttore bemannt, die die Karawanenwege Richtung Norden und Westen eröffnen.
Im Zentrum der Alten Stadt befindet sich der große Marktplatz, auf dem ein Großteil aller Handelsgüter umgeschlagen wird, sowie in der Nähe des Hafens am Bocksbeutelplatz das Magistratsgebäude, in dem der Gildenrat die Geschicke der Stadt lenkt.
Der südliche Teil der Alten Stadt, insbesondere das Gebiet des »Goldenen Winkels«, gilt als ein zwielichtiges und verrufenes Viertel, in dem sich sowohl leichtgeschürzte Mädchen wie auch versponnene Gelehrte herumtreiben.

Der Drachenfels

Der hohe Drachenfelsen, wie man heute den Burgberg zu nennen pflegt, ragt fast 100m hoch aus dem See empor. Er ist nur über zwei gewaltige Brücken erreichbar, die die steile Insel mit den anderen Teilen der Stadt verbindet. Die Burg der Könige auf der Spitze des zinnenbewehrten Felsen kann nur über die breite, in Serpentinen angelegte Rampe oder auf dem Rücken eines Flugdrachen betreten werden.
In den Grotten unterhalb der Burg befinden sich die Höhlen der Drachen, die von den Drachenkämpfern gepflegt und trainiert werden. Diese berühmte Garnision - das Zeil der Wünsche so manch jungen Kriegers des Landes, wurde in unmittelbarer Nähe der Burg erbaut. Doch auf dem Drachenfels befinden sich auch mehrere alte Herrschaftshäuser, ein Tempel Walhmars, die Bibliothek der Schriftgelehrten und die Halle der Sänger.

Die Handelsstadt

Auf einer schmalen Halbinsel zwischen Omm und Mu´kar erbauten sich die reichen Pratizier ihr eigenes, durch Mauern gesichertes Stadtviertel. Doch mittlerweile haben sich dort auch wohlhabende bis mittelständische Handwerker der verschiedenen Zünfte angesiedelt, so daß jene ganz eigene Atmosphäre der Handelsstadt entstanden ist, die durch Herrschaftshäuser und Handwerkerstuben geprägt ist.

Die Südstadt

Die Südstadt wird von allen Adligen und auch von vielen Bürgern verächtlich »Menagierie« genannt. Der Name für diese ursprünglich parkartig angelegte Vorstadt hat mehrere Bedeutungen. Er bezieht sich sowohl auf die alte Königliche Menagierie, deren Ruinen im Zentrum dieses Stadtteils liegen, wie auch auf den hohen anteil nichtmenschlicher Bewohner wie Zwerge oder Halblinge und auch die Bettler und Vagabunden, die sich auf verlassenen Grundstücken angesiedelt haben. Zwar befindet sich am »Verloren Tor« die stadtgrößte Karawanserei, und auf dem Eisenmarkt läßt sich alles erwerben, was aus Metall ist, aber ehrbare Bürger meiden diesen Stadtteil üblicherweise.

Der Neue Hafen

Als der Alte Hafen durch den Flußsand zu verlanden begann, beschlossen der König und der Gildenrat, den Neuen Hafen zu bauen. Dieser jüngste Stadtteil ist nun das Zentrum des Handels - während im Alten Hafen der Schmuggel gedeiht.